[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]


2. Tag: Karlsruhe - Ortenberg (ca. 80 km)
Fr, 27.7. 2001


Nach dem Frühstücksbuffet der JH starte ich gegen 9:00 Uhr zur ersten Etappe durch die Rheinebene. Wie schon so oft, ist es schwer den richtigen Radwegausgang nach Ettlingen aus der Innenstadt heraus zu finden. Nach einigem Fragen geht es am Betriebswagenwerk vorbei über mehrere unbeschrankte Bahnübergänge zum Dammweg nach Ettlingen.

Unterwegs zweigt der Weg ab nach Malsch, sodass ich direkt im Wald bleiben kann auf dem (geschotterten !) Fernradweg. In Malsch treffe ich auf den Ortenauradweg, der sich um die B3 herumschlängelt, an Rastatt vorbei. Bei Kuppenheim überquere ich die Murgtalbahn. Auch diese wird gerade elektrifiziert, damit Karlsruher Straßenbahnen dann auch bis Freudenstadt fahren können.

Beim Bahnhof Baden-Baden beobachte ich das interessante Rangierspiel, dass die Straßenbahn auf Gleis 1 zurücksetzen muss, um einem Test-ICE 3 Platz zu machen. Auf den Nachbargleisen fahren der IC nach Paris und der Interregio nach Konstanz ab. Danach fährt planmäßig auf demselben Gleis die Straßenbahn in die Karlsruher Innenstadt und weiter bis Heilbronn (!).

Nach der Mittagspause in Brühl verliere ich die Beschilderung, lande wieder auf der (von früheren Fahrten nach Süden) bekannten B 36 nach Kehl (meist jedoch auf dem parallel verlaufenden Radweg).

In Rheinau-Rheinbischofsheim zweigt jedoch eine wunderschöne Nebenstraße nach Sand (Richtung Offenburg) ab. Dort finde ich (auf Hinweis eines Bewohners) den Kinzig-Radweg, der mich direkt in die Innenstadt von Offenburg bringt.
Nach kurzer Pause auf dem wunderschönen Marktplatz fahre ich auf der Landstraße bis Ortenberg. Die JH liegt dort im alten Schloss auf dem Burgberg. Also muss zum Endspurt das Rad noch ca. 100 Höhenmeter hochgeschoben werden.

Obwohl offiziell ausgebucht, finde ich ein Bett in einem Viererzimmer. Dort treffe ich einen Gitarrenlehrer aus Bonn, der ins südliche Baden umziehen möchte. Die Landschaft hier sagt ihm mehr zu.

Aus dem Burgfenster öffnet sich der Blick über das weite Kinzigtal und die Rheinebene. Wie Spielzeuge fahren die Züge der Schwarzwaldbahn im Tal vorbei. Es gibt jetzt einen IRE mit Fahrradwagen, der zwischen Karlsruhe und Konstanz im Zeitplan der ehemaligen IR pendelt.


[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]