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1. Tag: Böhl-Iggelheim - Darmstadt (70 km)
Do, 21.05.2009


Ich starte erst nach dem Mittagessen. Das bereite ich aus den Resten des Vortags.

Das Reisegepäck wird diesmal reduziert: Die Zeltausrüstung bleibt zu Hause.

Gegen 13:00 Uhr starte ich, zunächst auf dem üblichen Weg nach Norden: über Dannstadt, Lambsheim, Flomersheim nach Frankenthal. Hier feiert man gerade das Strohhutfest. Ich flanniere - das Fahrrad schiebend - durch die Fußgängerzone. Imbissstände wechseln mit Kunstgewerblichem, zwei Stände verkaufen teure Strohhüte, auf mehreren Bühnen wird Musik vorbereitet.

Entlang der alten B9 gelange ich schnell nach Worms. Noch vor Erreichen des Zentrums gehts auf die Rheinbrücke. Der Neubauteil ist jetzt fertig, die alte Brücke mit dem imposanten Tor wird saniert. Ein Radweg führt parallel zur B 47 über Lorsch nach Benshem. Vatertagsgruppen bevölkern kleine Gastwirtschaften, meist sind die Herren mit dem Rad unterwegs.

Noch vor der Innenstadt von Bensheim zweige ich nach links auf die B 3 ab. Sie ist durchgehend begleitet von einem Radweg. Teilweise verläuft er abseits der Straße durch die Felder. Bei Zwingenberg gönne ich mir die erste Rast - viel Trinken, dazu Obst. Ein den ganzen Tag schon drohendes Gewitter erreicht mich jetzt mit seinen Randausläufern. Ich nutze mein Regencape. Bei 26 Grad Lufttemperatur führt das sofort zu einem heftigen Sauna-Effekt. Bei Seeheim hört der Regen schon wieder auf. Ich verliere mich auf einen Waldweg, der oberhalb des Ortes in den Odenwald führt. An der Kreuzung mit der Bundesstraße nach Höchst kann ich den Fehler wieder korrigieren.

Ab Darmstadt Eberstadt verläuft die Straße parallel zur Straßenbahn nach Alsbach. Im Stadtzentrum von Darmstadt lande ich in der Fußgängerzone, finde schnell das imposante Schloss. Im Stadtviertel dahinter liegt die Jugendherberge. Nach einmaligem Fragen habe ich sie gefunden. Sie liegt oberhalb eines Badesees, neben der Mathildenhöhe.

Der erste Abendausflug führt ins Darmstädter Staatstheater. Leider gibt es heute kein attraktives Programm. Nach dem Abendessen besuche ich dann die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe. Sie liegt genau gegenüber der JH. Umfangreiche Jugendstilbauten dienen heute als Museum oder private Villen. Im Hochzueitsturm kann - mit Blick über die Stadt - seit 1997 wieder geheiratet werden. Eine Hochzeitsgesellschaft tafelt im Park vor dem Turm - als Schutz vor dem Regen überdacht mit einem mobilen Zelt.


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