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2. Tag: Darmstadt - Lohr (ca. 80 km)
Fr, 22.05.2009


Beim Frühstück um 07:00 Uhr bin ich alleine im Speisesaal. Ich stärke mich üppig für den langen Tag. Die Stadtausfahrt nach Dieburg zu finden, geht erst einmal schief. Schließlich führt eine idyllische Landstraße über den Waldrücken ins Maintal - ständig begleitet von einem gut asphaltierten Radweg.

In Dieburg folge ich zunächst der Bundesstraße nach Gruß-Umstadt. Riesige Spargelfelder unter Folie werden abgeerntet - unterstützt von einer automatischen Folienhebemaschine. Nach dem Abzweig in Richtung Groß-Ostheim ist die Straße ruhiger - aber auch ein wenig hügelig. Im Lidl in Groß-Ostheim wird Proviant beschafft. Dann gehts die letzten Kilometer auf dem Main-Radweg nach Aschaffenburg. Mittags-Picknick ist direkt auf der Schlossterrasse - mit Blick über das Maintal.

Aus Aschaffenburg heraus folge ich zunächst der Bundesstraße in Richtung Laufach. Bis zur Autobahn-Auffahrt ist sie vierspurig und sehr stark befahren. In Laufach bewundere ich die letzten Schub-Lokomotiven für die Spessart-Rampe (zwei E 51 und eine private E 94).

In Hain zweige ich von der Bundesstraße ab und gelange zufällig in eine Dorfstraße mit dem Namen Heigenbrückener Straße. Sollte es eine direkte Verbindung auf die Spessarthöhe ohne den 12 km Umweg über die Landstraße geben ? Ein Häusle-Besitzer bestätigt das und ich schiebe das Rad auf einsamen Wald- und Schotterwegen den Spessart hinauf. Oben treffe ich auf die Landstraße, zweige jedoch zunächst falsch nach rechts ab. An einem Aussichtspunkt gönne ich mir nochmals eine Erholungspause. Wanderer und Motorradfahrer weisen mir die richtige Richtung. Nach rasanter Abfahrt stehe ich am östlichen Ausgang de Spessart-Tunnels. Eine Class-55-Diesellok quält sich gerade mit einem Container-Zug über den Berg. Die Abfahrt durchs Lohr-Tal zieht sich in die Länge wegen der vielen Kurven. Ab Partenkirchen treffe ich wieder auf eine Bundesstraße. Bald beginnt jedoch eine Radroute, die durch Wald und Wiese führend sehr steigungsreich diese Bundestraße meidet.

In Lohr finde ich sofort die JH - leider ausgebucht. Ich frage in einigen Gasthöfen in der Stadt - alle ausgebucht. Es wimmelt von Touristen in der sehenswerten Altstadt. Einer Empfehlung folgend versuche ich mein Glück auf der anderen Mainseite - in Steinbach. Im Hotel-Gasthof Adler bekomme ich das letzte Zimmer - eine idyllische Dachkemenate für 20 Euro (incl. Frühstück).

Nach dem Bezug des Zimmers breche ich nochmals zur Besichtigung von Lohr auf. Im strahlenden Abendsonnenschein leuchten die Fachwerkhäuser besonders malerisch. In einer Gasse zur Schiffslände bemerke ich, dass sich der hintere Schaltzug gerade auflöst. Die Schaltung hängt nur noch an 2 - 3 Adern, also muss der Zug repariert werden. Ich finde schnell einen Fahrradhändler - der hat aber erst Morgen um 09:00 wieder auf. So radle ich im höchsten Gang wieder zurück nach Steinbach, koche dort mein übliches Menue und starte einen langen Fernsehabend.


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