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13. Tag: Pazin - Portoroz (60 km)
Mi, 15.04.2009


Wieder gibts zum Frühstück Schinkeneier und Brot mit Marmelade. Beim Bezahlen soll das Zimmer jetzt 239.50 Kuna kosten. Ich habe aber nur noch genau 210 Kuna. Nach einigem Hin und Her bekomme ich das Zimmer schließlich für 208 Kuna.

Die Fahrt beginnt zunächst abwärts ins Tal bis Beram. Dort beginnt der Wiederaufstieg auf die Hochebene. An vielen Karstlöchern vorbei - offenbar eingebrochene Höhlen - führt der Weg nach Motovun. Wieder grüßt die Altstadt vom Berg herunter. Ich lasse sie rechts liegen, weil ich heute noch über die Euro-Grenze nach Slowenien fahren möchte. Ein sehr steiler Abstieg in engen Serpentinen verschenkt die Höhe ohne eine angenehme Abfahrt.

Im folgenden Teilabschnitt rauscht das Rad problemlos über den glatten Asphalt. Trotz Staatsstraße SS 21 hält sich der Verkehr in Grenzen. Wie nicht anders zu erwarten, folgt wieder ein mühsamer Anstieg auf die Höhe von Buje, d.h. ca. 4 km schieben. Auf der Hochebene onduliert die Straße nur wenig. In einem Bushäuschen, das angenehmen Schatten spendet, halte ich Mittagspause.

Auch Buje lasse ich links liegen und gelange so bald zu der Kreuzung, an der ich am 7. Tag nach Umag abgebogen bin. Kurz der Straße von letzter Woche folgend, steige ich heute aber nach links ins Tal hinab, nach Portoroz. Bei der Abfahrt begegnet mir ein älteres französisches Paar, das sich 6 Monate Zeit nimmt, mit Tandem und Gepäckanhänger bis in die Türkei zu radeln.

In der Ebene finde ich den eigens angelegten Radweg D8, der auf der ehemaligen Eisenbahntrasse verläuft. Im nächsten Ort verliert sich die Beschilderung leider wieder, so dass ich zurück auf die stark befahrene Hauptstraße muss. Nach der letzten Abfahrt vor Portoroz zeigt ein Hinweisschild zum Camping Lucija. Dort finde ich einen wunderschönen Zeltplatz mit Blick auf die Bucht und das gegenüber liegende Portoroz.

Die Nachmittags-Tour führt nun ohne Gepäck über die breite Ufer-Promenade von Portoroz - es erinnert ein wenig an die Cote d'Azur - bis ins benachbarte Piran. Dieses Städtchen ist ein venezianisches Kleinod mit wunderschönen Plätzen und einsamen Gassen. Erstaunlicherweise gibt es hier gleich zwei dem JH-Verband assoziierte Hostels.

Beim Abendessen vorm Zelt beobachte ich den Sonnenuntergang vom Camping-Platz aus.


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