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14. Tag: Portoroz - Sistiana (60 km)
Do, 16.04.2009


Nach dem selbst gemachten Frühstück geht es bei schönem Wetter über die stark befahrene, schmale Hauptstraße in Richtung Koper. Mehrfach muss ich steil bergauf schieben, behindere dabei den nachfolgenden Verkehr, der wegen des durchgehenden Gegenverkehrs nicht überholen kann. Endlich kommt der Abzweig nach Isola - wieder ein romantisches Küstenstädtchen mit venezianischen Gassen. Von hier verläuft die Straße nach Koper nun direkt an der Küste - ohne Steigungen. Parallel zur Straße gibt es einen schönen Rad- und Fußweg, offenbar auf der ehemaligen Bahntrasse. Bei der Einfahrt in Koper sehe ich, wie gerade ein riesiges chinesisches Container-Schiff anlandet. Vorher dreht es im engen Hafenbecken - ein imposantes Schauspiel.

Von Koper aus nehme ich die bekannte Route über Skofije nach Triest. Dort empfängt mich wieder der unangenehm laute italienische Großstadtverkehr. Auf dem großen, palastumsäumten Hauptplatz mache ich endlich Mittagspause. Horden italienischer Schüler bevölkern heute den Platz. Nach kurzer Weiterfahrt erreiche ich den Hauptbahnhof, erkundige mich dort nach einer Heimfahrt-Möglichkeit mit Fahrrad-Transfer. Überraschenderweise gibt es nur eine durchgehende Zugverbindung, die erst um 16:11 Uhr startet und um Mitternacht in Salzburg ist. Das ist mir zu spät. So beschließe ich, am nächsten Mittag um 12:20 Uhr mit dem Regionalzug nach Tarvisio zu fahren und von dort mit dem Fahrrad nach Villach. Das kostet nur 15.50 Euro incl. Fahrrad. Dabei übersehe ich - leider - dass es noch früh genug gewesen wäre, bereits heute mit dem Zug um 16:11 Uhr zu starten. Das wird mir erst bei meiner Weiterfahrt zur JH in Trieste Grignano bewusst. Als dann die JH auch noch ausgebucht ist - eine Reisegruppe hat die gesamte JH belegt - bedaure ich diese Entscheidung umso mehr.

Ich fahre also weiter zum Camping Sistiana, nochmals 12 km weiter aus Triest heraus. Dort gibt es noch viele freie Stellplätze. Der Platz liegt hoch über der Steilküste von Sistiana. Vor dem Platz verläuft der Klippenweg nach Duino. Kurz kann ich den Weg noch gehen - bis zum Schloss Duino, das der Familie von Thurn und Taxis gehört. Zurück auf dem Platz koche ich noch Abendessen. Sobald ich mich ins Zelt zurückziehe, beginnt es dauerhaft zu regnen. Die ganze Nacht wälze ich Gedanken über meine Fehlentscheidung vom Nachmittag.


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