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2. Tag: Zagreb Stadtbesichtigung (10 km)
Sa, 23.03.2013


Zuerst steht heute der Umzug ins Hostel "Ravnice" beim "Maksimir-Park" an. Gleichzeitig mit mir belädt der junge Franzose sein Rad - mit fast genausoviel Gepäck wie ich. Vor dem Start gönne ich mir noch eine halbe Stunde Mailen - alles kostenlos in den Hostels. Gegen 9:30 Uhr starte ich zunächst ins Zentrum, dann auf die "Vlaska". Hier verkehren Straßenbahnen im Minutenabstand. Insgesamt vier Linien sind hier gebündelt. Die Bahnen benutzen die rechte Spur, daneben verkehren die Autos. Als Radfahrer fahre ich zwischen beiden. Die überlangen Bahnen sind - trotz Meterspur - inzwischen so breit, dass ich auf der Pkw-Spur radeln muss. Dann können mich die Autos aber nicht mehr überholen.

Unterwegs hole ich am Geldautomat kroatisches Geld: 2000 Kn für 300 Euro. Beim "Billa" kaufe ich fürs bisher ausgefallene Frühstück ein.

Das Hostel "Ravnice" liegt weiter außerhalb als vermutet. Ich komme am neu gebauten - noch nicht ganz fertigen - Stadion vorbei. Gestern Abend war hier wohl ein wichtiges Spiel: Kroatien gegen Serbien. Deshalb sah man die vielen jungen Männer in der Stadt, deshalb war das "Ravnice" gestern Abend ausgebucht.

Nach zweimaligem Fragen finde ich das Hostel. Es liegt in einem Wohngebiet in zwei kleinere Mietshäuser integriert. Im Nebenhaus gibt es vor allem kleine Zweibettzimmer. Für 16 Euro kann ich eines mieten. Das beste im Hostel ist eine große Selbstkocher-Küche im Erdgeschoss, in der ich nun zunächst das Frühstück nachhole.

Bis alles wieder eingerichtet ist, wird es 13:00 Uhr. Ich starte zur ersten Stadterkundung. Zagreb entstand aus zwei feindlichen Hügelstädten, die ihre Macht durch eine riesige Kathedrale auf dem einen und durch eine Burgbefestigung auf dem anderen Hügel demonstrierten. Beide sind natürlich längst zusammengewachsen. Im Tal dazwischen tummeln sich Touristen auf einer Flaniermeile mit vielen kleinen Restaurants. Die Stühle und Tische laden schon zum Aufenthalt im Freien ein. Dafür ist es heute aber zu kalt: 5 Grad Celsius zeigt das Termometer.

Der große Markt räumt gerade ein, als ich komme. Gemüse und Obst gibt es in großer Auswahl, vieles aus Italien importiert. Darunter befindet sich eine gedeckte Markthalle für Metzger und Käseverkäufer, daneben noch ein getrennter Fischmarkt.

In der Staatsoper gibt es diese Woche "Lohengrin" (Wagnerjahr !) aus Würzburg ! Leider war gestern schon eine Vorstellung, die nächste ist erst am Mittwoch. Im angrenzenden Park gibt es eine Reihe von Museen, die bereits früh schließen. Das "Mimara" verschiebe ich auf morgen.

Gegen 18:00 Uhr bin ich in der Kathedrale zum Vorabendgottesdienst. Er ist gut besucht, obwohl auch morgen im Stundentakt Messen gefeiert werden. Der größte Teil der Kroaten ist katholisch.

Bereits im Dunkeln komme ich zurück ins Hostel und bereite ein Abendessen. Schon am Nachmittag hatte ich in einer Imbissstube "Fish and Chips" für 18 Kn gegessen. Auch in diesem Hostel gibt es kostenlosen Zugsang zum Internet. Nach dem Mail-Check schaue ich in die Wettervorhersage für morgen in Zagreb: Schneefall bei -2 bis +2 Grad sind für morgen und die nächsten zwei Tage vorhergesagt. An der Küste in Rijeka ist es um 10 Grad wärmer.

Ich erwäge nun mit dem Zug nach Rijeka weiter zu fahren.


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