[Übersicht] [nachfolgender Tag]


1. Tag: Waldürn - Wertheim (ca. 50 km)
Mo, 23.08. 2004


Noch 4 Tage sind von den Sommerferien übrig - genug für eine Rundtour über die Radwege von Main, Tauber und Jagst. Die Anreise erfolgt mit der S-Bahn von Böhl-Iggelheim nach Seckach und weiter mit dem Regionalzug nach Walldürn. Das Ganze kostet nur 6.70 Euro, Fahrrad inclusive.

Wegen des späten Aufbruchs (11:43 Uhr ab Böhl) bin ich erst gegen 14:00 Uhr am Start der Tour - am Bahnhof in Walldürn. Durch die touristisch interessante Innenstadt - Walldürn ist Wallfahrtsort - geht es schnell zum gut beschilderten Radweg auf der linken Seite des Hambrunner Tals nach Amorbach. Der Radweg ist durchgängig asphaltiert und verläuft unabhängig von der Bundesstraße auf der gegenüberliegenden Seite des Tals. Es geht ständig bergab bis Amorbach.

Amorbach selbst ist sehenswert - mich zieht es aber schnell weiter ins Maintal nach Miltenberg. Ich finde leider nicht den Einstieg in die Radroute, sodass ich ein kurzes Stück auf der B 469 radle. Dies wird bei nächster Gelegenheit in Weilbach korrigiert. Auf verwundenen - aber immer asphaltierten - Feldwegen erreiche ich den Ortseingang von Miltenberg. Italienisch anmutendes Flair empfängt mich auf dem berühmten Marktplatz mit dem Stadtbrunnen. Ich pausiere kurz - esse einen Teil der mitgenommenen Brote - und starte erst gegen 16:30 Uhr zur Maintour nach Wertheim.

Nach kurzer Fahrt auf der Nebenstraße bis Bürgstadt ist der Mainuferweg beschildert. In den Auen verläuft der Weg gut asphaltiert mainaufwärts. Wenige Tourenradler begegnen mir dort - meist sind es Tagesausflügler ohne Gepäck. Dass ich in Freudenberg die Mainseite wechseln muss, entnehme ich nur meiner Radwegekarte - nicht der Beschilderung. Sehr idyllisch schlängelt sich der Weg jetzt zwischen Mainufer und der - wenig befahrenen -Bahnstrecke Wertheim - Aschaffenburg entlang. Die Orte sind touristisch wenig erschlossen - besitzen zum Teil noch den Charme der fünfziger Jahre.

Schneller als gedacht erreiche ich schon gegen 18:00 Uhr den Ortsrand von Wertheim. Entlang des Fußstegs der Eisenbahnbrücke wird hier der Main wieder überquert. Auf der anderen Seite folge ich dem linken (!) Radweg entlang der Hauptstraße in die Inenstadt. Von weitem begrüßt mich die beeindruckende Burg oberhalb der Taubermündung.

Auf dem Weg zum Bahnhof finde ich den Wegweiser zur Jugendherberge. Auf Nachfragen wird mir bestätigt, dass es noch ein ziemliches Stück bergauf geht. Die JH liegt oberhalb der Stadt - mit malerischem Blick auf die Burg. Ich bekomme ein Dachzimmer mit Blick auf die Burg für mich allein. Auch zum warmen Abendessen komme ich gerade noch rechtzeitig . Für Zimmer und Essen wird aber der stolze Preis von fast 24 Euro abgerechnet.

Die abendliche Stadtrundfahrt erlaubt einen kurzen Überblick über die malerische Altstadt zwischen Tauber und Main. Die Burg ist mit dem Rad (schiebend) erreichbar. Dann kann ich oberhalb des Maintals einen Waldweg wählen, der mich wieder in die Stadt zurückführt. Langsam einsetzender Regen beschleunigt meine Rückkehr zur JH und kündigt den für morgen vorhergesagten Schlechtwetterwechsel an.


[Übersicht] [nachfolgender Tag]