[Übersicht] [nachfolgender Bericht]


spanischer Sommer Fr, 27.4.2001
Liebe Leser,

der Zwischenfall in Barcelona ist behoben. Tatsächlich kann ich am Montagmorgen einen neuen Fahrradsattel erwerben. Noch am gleichen Tag geht es weiter in Richtung Tarragona. Die Straße ist abwechslungsreich aber zunehmend stärker von LKWs belastet. Bei zum Teil heftigem Gegenwind komme ich nicht ganz bis Tarragona. Dafür entdecke ich das Eisenbahnmuseum von Villanova. Ich übernachte in der JH von San Vincente, der S-Bahn-Endstation. Am nächsten Morgen ist zuerst ein Besuch in Villanova eingeplant - Anreise mit der S-Bahn.
Am Nachmittag lege ich die restlichen 25 km bis Tarragona zurück. Dort finde ich direkt am Rathausplatz ein Hostal, das mich für 2500 Ptas aufnimmt. Ich genieße den Abend in der mit viel römischen Relikten ausgestatteten Stadt. Die nächsten drei Tage stehen im Zeichen des schnellen Vorankommens. Die 220 km bis Valencia will ich in drei Tagen schaffen.
Erste Zwischenetappe ist ein kleiner Badeort an der Küste: San Carles. Zweiter Ort dann Castellon, eine mittlere Großstadt. Wieder habe ich aber Probleme, dort auf Anhieb ein Zimmer zu finden. Nach eineinhalb Stunden werde ich endlich fündig für 3000 Ptas. Der Abendspaziergang fällt entsprechend kurz aus.

Heute schließlich ist die letzte Etappe nur noch 70 km bis Valencia. Unterwegs treffe ich einen jungen Finnen, der in 4 Tagen von Alicante bis Barcelona geradelt ist (200 km pro Tag). Ihm waren in Valencia beinahe die gesamten Papiere auf der Straße gestohlen worden. Ich bin entsprechend vorsichtig. Mein Fahrrad steht im Zimmer im Hostal Terminus (am Bahnhof). Die Mail schreibe ich aber aus der JH. Sie hat zwar offen - ist aber heute ausgebucht. Außerdem kostet sie auch 2800 Ptas (mit Frühstück), soviel wie mein Hotelzimmer.

Heute Abend spielt das Kölner Kammerorchester in der Kirche Santa Catalina um 21:30 Uhr. Diesen Kulturgenuss werde ich mir noch gönnen.

Viele Grüße aus Valencia
Joachim Heidinger


[Übersicht] [nachfolgender Bericht]