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13. Tag: Olbia- Costa Smeralda
Di, 1.4.1997


Olbia besitzt eine moderne Hafenmole. Ein neues Terminalgebäude ist erst vor kurzem in Betrieb genommen worden. Reisende können direkt auf der Hafenmole in den Zug nach Cagliari einsteigen.

Ich folge den Autos in die Stadt. Im Hafenviertel finde ich ein kleines aber schäbiges Hotel. Bei einem Preis von 40.000 Lire verzichte ich lieber. An der Ausfallstraße zur Costa Smeralda liegt zuerst ein teures Touristen-Hotel, das mir gleich signalisiert, sie seien wohl zu teuer für mich. Dann folgt ein Motel mit einfachen aber kompletten Doppelzimmern. Dort quartiere ich mich ein, darf mein Fahrrad sogar mit aufs Zimmer nehmen.

Nach kurzer Umräumpause reduziere ich das Radgepäck für eine Tagestour. es zieht mich ans Meer zur berühmten Costa Smeralda. Leicht übermüdet folge ich zuerst der N 125, zweige dann zur Costa Smeralda ab. Fast autofrei erreiche ich verschiedene große Urlaubs-Ressorts, die noch in der FrühlingsRenovierungsPhase stecken. Nur wenige Hotels sind schon geöffnet.

Oberhalb der Küste finde ich ein sonniges Plätzchen in der Macchia, an dem ich mein Picknick und einen ausgiebigen Mittagsschlaf pflege. Smaragdgrün schimmert das Meer in der Frühlingssonne herauf.

Der weitere Weg nach Pto Cervo ist begleitet von einsamen Felsbuchten, an denen einige Mutige schon jetzt baden. Das gesamte Cap ist zugebaut mit unzähligen Villen. In der Bucht ist ein riesiger Yachthafen entstanden - ein Paradies für Bootsbesitzer.

Den Rückweg wähle ich über Baia Sardinia. Nach der Überquerung eines kleinen Passes mündet die Straße in eine breite sumpfige Ebene, die vielfach touristisch zernutzt wurde. Der Küstenstraße folge ich zurück bis zur Mulina die Arzachena. Dort überrascht mich ein drohendes Gewitter. Zum Glück regnet es nur kurz und wenig. Durch beeindruckende Berge führt der Weg steil hinauf nach San Pantaleo. Von dort kehre ich auf der Straße, auf der ich gekommen bin , zurück nach Olbia.


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