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15. Tag: Olbia - Sassari (Bahn) - Genua (Schiff)
Do, 3.4.1997


Die Inselbahnen setzen sich aus einer schnellen Hauptbahn im Dreieck Olbia - Sassari - Cagliari und mehreren Schmalspurbahnen zusammen. Leider reicht die Zeit nicht, um die Schmalspurbahnen zu besuchen. So fahre ich heute wenigstens mit dem Hauptzug nach Sassari.

Das Gepäck muss ich bereits zusammenpacken, denn heute Abend geht meine Fähre zurück nach Genua. Ich kann es jedoch an der Rezeption deponieren, sodass ich mit dem leeren Fahrrad zum Bahnhof rollen kann. Der Triebwagen fährt über die eingleisige Strecke wenig spektakulär durch Inselinnere. Lediglich am Abzweigbahnhof Chilivani zeugt eine lange Reihe ausgemusterter Wagen vom früheren Zugangebot. Jeder Museumseisenbahner würde sich über die alten Modelle freuen.

Sassari liegt im östlichen Hügelland, besitzt ein sehenswertes barockes Stadtzentrum und eine noch renovierungsbedürftige Altstadt. Nach einem ausführlichen Stadtrundgang kehre ich früh zurück nach Olbia. Die Unwägbarkeiten der Rückfahrt treiben mich an.

Mit gepacktem Fahrrad kehre ich (viel zu früh) zum Hafen zurück. Die Fähre fährt erst in 4 Stunden. Ich beobachte die Güterversorgung der Insel mit fahrzeuglosen Trailern, die aus dem Schiffsbauch der LKW-Fähre gezogen werden. Verschiedene Fuhrunternehmer stellen dann nur noch die Zugmaschinen davor.

Eine kleinere Fähre nach Genua nimmt auch Wohnwagengespanne mit. Diese sind auf der staatlichen Fähre wegen der geringen Deckhöhe nicht möglich.

Erst in der Dämmerung legt das Schiff ab. Wieder durchqueren wir die Nacht.

Morgens läuft im Aufenthaltsraum italienisches Fernsehen. Aufgeregte Reporter berichten von "Lo scopero". Es dauert einige Zeit, bis ich begreife, dass (mal wieder) die Eisenbahner in Italien streiken....


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