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1. Tag: Böhl-Iggelheim - Karlovy Vary
So, 23.10.2005


Alles begann - wie immer wenig vorbereitet - am Sonntagmorgen um 08:15 auf dem Bahnsteig der S-Bahn in Böh-Iggelheim.
Kurzfristig habe ich mich entschieden, nun doch nicht mit dem Fahhrad durch Tschechien zu fahren:

Mit zwei Rücksäcken und der üblichen Ausstattung für Jugendherbergen und Selbstversorgung starte ich nach Karlovy Vary (Karlsbad) mit dem 30-Euro-Ticket für Nahverkerhrszüge. Die Verbindung ist gut über Osterburken - Würzburg - Nürnberg - Pegnitz - Marktredwitz - Cheb (Eger) - Karlovy Vary. Das Umsteigen klappt trotz 20-minütiger Verspätung in Nürnberg, weil immer genügend Zeitpuffer eingeplant sind.
Ab Nürnberg fahre ich zum ersten Mal mit 140 km/h durch die Kurven des Pegnitztales. Hier funktioniert der Neigetechnik-Triebzug noch. In Marktredwitz übernimmt die Vogtlandbahn mit einem modernen Desiro-Triebwagen und fährt bis Eger übr die Grenze. Ab hier brauche ich noch eine Fahrkarte für die letzten 50 km nach Karlsbad. Am Fahrkartenschalter bedeutet man mir, dass ich mit Euro hier nicht bezahlen kann. Zum Glück ist eine Geldwechselstube gegenüber noch geöffnet und tauscht 50 Euro gegen 1460 tschechische Kronen. Die Fahrkarte kostet dann nur 72 Kronen - für über eine Stunde Bahnfahrt.

Im Zug frage ich zwei ältere Herren, die sich über ihren Urlaub in Karlsbad unterhalten nach einem preiswerten Hotel. Sie machen mir wenig Hoffnung, außerdem liege der Bahnhof weit außerhalb des Stadtzentrums. Ich solle unbedingt den Bus zur Innenstadt nehmen. Den solle ich noch vor dem eigentlichen Zentrum verlassen, weil im Zentrum die Hotels unbezahlbar seien.

Es kommt dann doch nicht so schlimm. Am Ortseingang - bei der ersten Station - steige ich aus, suche - wie immer - mehrere Hotels auf und frage mich durch. Zum Glück verstehen die meisten Deutsch. Beim dritten Versuch habe ich Glück: 700 Kronen für ein schönes Einbettzimmerr - erst 2002 renoviert. Mein Postsparbuch versorgt mich am Bankautomat wieder problemlos mit weiteren 5000 Kronen.

Dann schließe ich noch einen nächtlichen Spaziergang ins Zentrum an. Mehrere Brunnenkollonaden wechseln sich mit prachtvollen Jugendstilhotels ab. Eine "Sprudelquelle" schießt eine mehr als 4 m hohe Fontäne aus dem Boden des Brunnenhauses. Beim Parkhotel "Pupp" beendet heftiger Regen meinen Ausflug.

Die Nachfrage bei mehreren anderen Horels ergibt, dass auch sie mindestens 700 Kronen für ein Einzelzimmer verlangen. Die Preise fürs Abendessen sind allerdings extrem niedrig: Menues unter 120 Kronen (4 Euro) sind Standard.

Von Cheb nach Karlovy Vary

Wanderung durch Karlovy Vary



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