[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]


2. Tag: Dillsberg - Schöntal (115 km)
Sa, 21.04.2007


Nach unruhiger Nacht im Jugendherbergsbett - die Oberschenkel schmerzen nach den Krämpfen von gestern Abend - stehe ich um 7:00 Uhr auf. Ein wunderschöner Morgenblick begrüßt mich im Zimmerfenster.
Um 8:00 Uhr gibts ein Frühstücks-Buffet - das Übliche: Müsli, Marmelade, Butter, Käse, Wurst, dazu Kaffee und Milch.Ich hole das gestern ausgefallene Abendessen nach.
Gut gesättigt starte ich um 9:00 Uhr. Zuerst gehts die Steigung wieder hinab, die ich gestern mühsam hochgeschoben habe. Der Morgen ist noch frisch- es wird ein wenig kalt. Die Straße hört in Neckarhausen auf. Dort wird der Radweg aber auf dem linken Necksrufer fortgesetzt. Die Städte Hirschhorn und Eberbach grüßen von rechten Ufer. Der Radweg wird immer schmaler und holpriger, bis er gegenüber von Zwingenberg an einer kleinen Fähre endet. Sie bringt mich für 1 Euro ans andere Ufer.

Schon in Neckargerach jedoch wechsle ich wieder aufs linke Ufer, folge einer schmalen, asphaltierten Straße, vorbei am KKW Obrigheim und münde gegenüber Neckarelz in die stark befahrene Straße nach Bad Wimpfen.

In Haßmersheim lege ich die Mittagspause ein - direkt am Fähranleger. Nach kurzemm Nickerchen auf der Sitzbank nehme ich die Fähre zur B27. Ein kurzes Stück folge ich dieser Hauptstraße bis Offenau. Hier biege ich links ab nach Duttenberg und überquere den Hügel ins Jagsttal.

Da der Bahnübergang nach Heuchlingen gesperrt ist, finde ich den Einstieg in den Jagsttalweg auf der rechten Flussseite. Er folgt einsamen Feldwegen - meistens gut asphaltiert - immer abseits der Straße. In Möckmühl kommt er direkt am Bahnhof heraus.

Ein kurzer Weg durch die Altstadt endet an der verkehrsreichen Jagsttalbrücke. Eine Tankstelle gegenüber erlaubt mir, den Luftdruck in den Reifen von schlappen 2,5 bar auf die erlaubten 5 bar (vorne 4 bar) zu erhöhen. Nun rollt das Rad wesentlich leichter auf der Trasse der ehemaligen Jagsttalbahn. Vorbei an Widdern und Jasgsthausen komme ich nach Schöntal. Die Quartiersuche dort scheitert an überhöhten Preisen. Familie Zeller telefoniert jedoch mit dem Gasthof Zum Ochsen in Westernhausen, 5 km flussaufwärts. Dort kann ich in einem wunderschönen Dachzimmer für 30 Euro incl. Frühstück die Nacht im Doppelzimmer verbringen.

Zum erstenmal koche ich mein übliches Nudelgericht - köstlich nach einem so anstrengenden Tag. Meine Beine haben sich wieder an die Belastungen gewöhnt. In dieser Nacht schlafe ich ruhiger.



[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]