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56. Tag: Istanbul - Sariyer (30 km)
Do, 14.06.2007


Nach dem Frühstück belade ich das Rad abreisefertig, lasse es aber im Hostel auf seinem Stellplatz im abgeschirmten Außengelände bepackt stehen. Ich besuche noch das archäologische Museum der Stadt. Die Highlights gibts gleich zu Anfang: Vier Sarkophage aus Sidon im Libanon, die 1887 von türkischen Archäologen gehoben und nach Istanbul geschafft wurden. Sie stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und tragen derart detailgenaue und ausdrucksstarke Reliefszenen aus dem Leben der Herrscher, dass man verblüfft ist über diese Kunst.

Ein kurzer Abstecher führt mich noch zur unterirdischen Zisterne der Stadt. Sie ruht auf hunderten römischer Säulen und fasst 80.000 Kubikmeter Wasser. Heute wird sie nur als begehbare Touristenattraktion vorgeführt.

Nach kurzer Mittagspause im Hostel mache ich mich auf den langen Weg nach Sariyer zu Familie Schlosser: Markus war Schüler meines Physik-Leistungskurses, der 1994 Abitur gemacht hat und ist jetzt Lehrer an der deutschen Schule in Istanbul.

Die Straße am Bosporus entlang windet sich durch unzählige kleine und große Buchten, bietet aber wunderbare Blicke auf die beiden großen Bosporusbrücken und die Stadt auf asiatischer Seite. Zwischen beiden Städten verläuft der rege Schiffsverkehr.

In Sariyer gehts dann kräftig den Berg hoch. Vor der Moschee habe ich einen sagenhaften Blick über den Bosporus. Wenige Meter tiefer wohnt Markus während seiner Zeit als Auslandslehrer in einer Villa mit Terrasse und Swimming-Pool.


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